Was ist Blended Learning? Alles, was Sie wissen müssen.

Auf Ihrer Suche nach E-Learning-Methoden und Best Practices sind Sie vielleicht schon auf den Begriff Blended Learning gestoßen. Unter Blended Learning versteht man die Kombination von traditionellen und modernen Lernmethoden. In diesem Artikel schauen wir uns den Begriff genauer an und befassen uns außerdem mit Blended-Learning-Modellen und -Techniken und schauen uns an, wie man Sie am besten im Unternehmen einsetzt.

Blended learning definition and meaning
Caroline
Geschrieben von Caroline Kommunikation
Veröffentlicht am
Aktualisiert am
Lesedauer 7 Minuten

Was bedeutet Blended Learning?

Blended Learning ist eine Schulungsform, bei der Mitarbeiter sowohl über elektronische Medien und Online-Medien als auch über traditionelle Präsenzschulungen lernen [1].

Blended Learning ist eine Schulungsform, bei der Mitarbeiter sowohl über elektronische Medien und Online-Medien als auch über traditionelle Präsenzschulungen lernen

Einfach ausgedrückt: Das Lernmodell kombiniert das Beste aus zwei Welten und unterstützt synchrone und asynchrone Aktivitäten.

Während der Präsenzschulungen unterstützt der Ausbilder die Mitarbeiter; er oder sie beschreibt Zusammenhänge, gibt Erklärungen und fördert die Diskussion unter den Teilnehmern. Der Online-Teil des Blended-Learning-Ansatzes erlaubt es den Teilnehmern, ihre Übungen und Aufgaben in ihrem eigenen Tempo und in ihrer eigenen Zeit zu erledigen. So können sie Informationen effizienter aufnehmen und sich besser auf die Präsenzveranstaltungen vorbereiten bzw. diese besser verarbeiten.

Blended Learning kennt man auch unter den Begriffen integriertes Lernen, hybrides Lernen oder computergestützter Unterricht. Es kann sowohl im schulischen als auch im beruflichen Umfeld stattfinden.

Vorteile von Blended Learning

Mehrere Studien haben gezeigt: Blended Learning ist ein effektiver Schulungsansatz für Mitarbeiter. Und auch der Schulungsleiter profitiert.

Vorteile für Mitarbeiter

  • Bessere Vorbereitung und besseres Feedback. Da die Mitarbeiter die Aufgaben selbstständig erledigen, beginnen sie den gemeinsamen Unterricht mit dem gleichen Wissensstand. So können konstruktive Diskussionen entstehen und die Mitarbeiter erhalten nützliches Feedback.
  • Mehr Flexibilität. Jeder Mitarbeiter hat seinen eigenen Lernstil. Wir nehmen Informationen besser auf, wenn wir unser eigenes Tempo bestimmen. Auf diese Weise haben die Teilnehmer mehr Zeit, komplexe Themen zu begreifen.
  • Es macht mehr Spaß. Die Abwechslung hält die Mitarbeiter am Ball [2]!

Vorteile für Kursleiter

  • Gut geeignet für große Gruppen. Sie können in kurzer Zeit ein großes Publikum erreichen.
  • Besserer Überblick. Sie werden erkennen, wer Schwierigkeiten mit dem Kursmaterial hat, und ihnen mit zusätzlichen Erklärungen und Aufgaben auf die Sprünge helfen.
  • Beide Arten von Lernenden sind zufrieden – die Technikfans und die Technikskeptiker.
  • Sie sparen Geld. Wie z. B. bei Reisekosten, der Miete, usw.

Erfahren Sie mehr über Vorteile und Nachteile von Blended Learning.

Blended Learning vs. Flipped Learning

Die Begriffe Blended Learning und Flipped Learning werden oft synonym verwendet. Aber es gibt einen Unterschied. Blended Learning ist der Überbegriff für alle Schulungsmethoden, die Online- und Offline-Aktivitäten kombinieren. Flipped Learning ist eine spezielle Form des Blended Learnings. Der Ausbilder bittet die Lernenden, sich in Vorbereitung auf die Präsenzveranstaltung kurze E-Learning-Module zu Hause oder in ihrer freien Zeit anzusehen. Auf diese Weise können die Lernenden in Online-Modulen grundlegende Konzepte und Lektionen lernen und dann mit spezifischen Fragen an Präsenzsitzungen teilnehmen. Beim Blended Learning im Allgemeinen können sich Teilnehmer in den E-Learning-Modulen auf die Schulungen vorbereiten und sie durcharbeiten. Diese Beispiele machen es deutlicher:

Beispiel für Flipped Learning

Ein Verkaufsberater lernt Englisch, damit sein Unternehmen weltweit operieren kann. Vor der ersten Präsenzveranstaltung muss er einen Onlinekurs absolvieren.

Beispiel für Blended Learning

Ein Verkaufsberater lernt Englisch, damit sein Unternehmen weltweit operieren kann. Während der Präsenzveranstaltungen werden ihm bestimmte Grammatikregeln erklärt. Danach muss er Online-Aufgaben erledigen, um Konzepte zu wiederholen, die in der Schulung vermittelt wurden.

Erfahren Sie mehr über die Vor- und Nachteile des Flipped Learnings.

Blended-Learning-Modelle

Es wurden mehrere Blended-Learning-Modelle entwickelt und sie bieten verschiedene Möglichkeiten für Unternehmen [3]. Hier sind einige Beispiele:

Face-to-face Driver

Bei diesem Modell müssen die Lernenden als Vorbereitung auf das Präsenztraining selbständig Aktivitäten absolvieren. Beispiele sind Online-Kurse und Aufgaben, die die Lernenden vor oder nach der Präsenzschulung erledigen müssen. Flipped Learning knüpft an dieses Blended-Learning-Modell an.

Rotation

In diesem Modell durchlaufen die Lernenden verschiedene Lernaktivitäten. Sie können entweder an Vorlesungen mit einem Dozenten teilnehmen, in Gruppen zusammenarbeiten oder an ihren Computern lernen. Diese Stationen werden im Laufe des Tages rotiert. Durch rotierende Aktivitäten macht das Lernen mehr Spaß und die Beteiligten bleiben länger am Ball. Aber dadurch müssen alle gleichzeitig am Lernprozess teilnehmen.

Computerräume

Bei dieser Methode arbeiten die Teilnehmer an ihren Computern, während sie vom Schulungsleiter betreut werden. Es funktioniert gut, wenn es im Büro einen Computerraum gibt. Außerdem ist es eine gute Wahl, wenn das Unternehmen seine Mitarbeiter während der Schulung im Auge behalten möchte.

Für alle, die immer in Eile sind, könnte Blended Learning eine gute Lösung sein

Online Driver

Fragen Sie Leute, wie es Ihnen geht, bekommen Sie oft die Antwort: „Ich habe viel zu tun.“ Für alle, die immer in Eile sind, könnte Blended Learning eine gute Lösung sein. Sie können einen Teil des Materials in ihrer eigenen Zeit lernen und den Rest bei einem Präsenztraining. Sie können sich sogar beim Abendessen eine Vorlesung auf Ihrem Computer anschauen – undenkbar im traditionellen Unterrichtsraum. Ein Problem in diesem Szenario ist möglicherweise die Motivation. Eine Kombination von webbasierten Schulungen und Präsenzunterricht mit anderen Teilnehmern und einem Schulungsleiter kann Lernende motivieren.

Best Practices für Blended Learning

Der Aufbau einer Blended-Learning-Strategie unterscheidet sich völlig von der Gestaltung eines Präsenztrainings oder eines reinen Onlinekurses. Sie müssen ganzheitlich denken und dafür sorgen, dass alle Elemente zusammenpassen. Diese sechs Best Practices können Ihnen als Starthilfe dienen [4 and 5]:

  1. Fangen Sie bei Null an. Versuchen Sie nicht, einen aktuellen Kurs an einen Blended-Learning-Ansatz anzupassen. Starten Sie bei Null und beginnen Sie mit den Grundlagen. Fragen Sie sich: Was ist Ihr Ziel? Welches Material benötigen Sie, um dieses Ziel zu erreichen? Welche Themen könnten online unterrichtet werden und was vermittelt man besser in einem persönlichen Rahmen? Welche Technologie benötigen Sie?
  2. Berücksichtigen Sie die Vorlieben Ihrer Mitarbeiter. Diese können Sie in einer Umfrage ermitteln. Fragen Sie beispielsweise nach den Bedürfnissen in Bezug auf Online-Diskussionen vs. persönlichen Gesprächen, nach der idealen Länge von Online-Anleitungen sowie Videos vs. Audios. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen Ihnen, welche Werkzeuge Sie brauchen.
  3. Machen Sie den Kurs unvergesslich. Schauen Sie sich jeden Teil Ihrer Schulung genau an und überlegen Sie, wie Sie ihn ansprechend gestalten können. Können Sie dem Material eine persönliche Note verleihen oder die Gefühle der Teilnehmer ansprechen? Sollten Sie Ihrem Schulungsmaterial mit Videos etwas mehr Leben einhauchen? Sorgen Sie außerdem für ein Gleichgewicht zwischen den Lehrveranstaltungen und den Online-Aktivitäten. Eine durchdachte Verteilung hilft, den Inhalt im Langzeitgedächtnis zu verankern.
  4. Konzentrieren Sie sich auf Ihre Ergebnisse, nicht auf eine bestimmte Technologie. Die Technologie sollte Ihre Ziele unterstützen und die Lernergebnisse erfüllen, nicht umgekehrt.
  5. Evaluieren Sie das Programm mit einem Pilotprojekt. Ist es Ihr erstes Mal? Beginnen Sie mit einer kleinen Testgruppe und evaluieren Sie Ihr Trainingsprogramm aktiv. Versenden Sie zum Beispiel Fragebögen, um herauszufinden, was Ihre Mitarbeiter ausbremst. Oder begleiten Sie sie, um die Hindernisse im echten Leben zu erkennen.
  6. Bereiten Sie Ihre Mitarbeiter vor. Eine Blended-Strategie ist für viele Mitarbeiter Neuland. Weisen Sie sie in die neue Vorgehensweise ein. Dies kann mit einer E-Mail, einem persönlichen Treffen oder einem Onlinekurs geschehen.

Blended Learning und Easy LMS

Sind Ihre Unternehmensschulungen bereit fürs 21. Jahrhundert? Wenn Ihr Unternehmen bereits traditionelle Schulungstechniken und -methoden verwendet, ziehen Sie doch den Wechsel zu einem Blended-Learning-Modell in Betracht. Ja, Sie können das Beste aus beiden Welten haben! Easy LMS bietet Ihnen die Technologie, die Sie für den Wechsel benötigen. Keine Sorge, die Bedienung ist sehr einfach!

Erstellen Sie unterhaltsame und ansprechende Kurse und Tests, die mit allen Blended-Learning-Modellen kompatibel sind. Sie zögern noch? Erfahren Sie mehr über Vorteile und Nachteile des Blended Learnings.

Nützliche Links

  1. Blended Learning Toolkit
  2. Sage Journals 
  3. TeachThought
  4. The eLearning Coach
  5. eLearning Industry

FAQ: Häufig gestellte Fragen

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