Die wichtigsten Trendvorhersagen für das E-Learning im Jahr 2023

Innovative E-Learning-Technologie stellt gerade Lernen und Training auf den Kopf. Wer E-Learning-Kurse erstellt, muss diese Trends unbedingt kennen. Bleiben Sie der Konkurrenz einen Schritt voraus und gestalten Sie Ihre Lernerfahrungen mit den neusten Trends so effektiv und fesselnd wie möglich.

Helena
Content Writer / Editor
Veröffentlicht am
Lesedauer 11 Minuten

E-Learning-Trends, die Sie 2023 übernehmen sollten

Den folgenden Trends wird ein kräftiger Boom im Jahr 2023 vorhergesagt [1]:

  • Mobile-First Learning
  • Hybrides Lernen
  • Nano Learning
  • Künstliche Intelligenz
  • Gamification

Mobile-First

Dass Lernen mobilfreundlich sein soll, ist bereits etabliert [2]. Jetzt zeichnet sich ein neuer Trend ab: Unternehmen verfolgen einen Mobile-First-Ansatz, der die Entwicklung einer Mobilapp erfordert. Das bedeutet, dass das Lernen jetzt noch besser an unser aktives, mobiles Leben angepasst ist.

Was ist Mobile-First Learning

Mobile-First, also „an erster Stelle mobil“, ist ein E-Learning-Ansatz, der sich konkret an mobile Geräte anpasst. Diese Art von E-Learning baut auf der Prämisse, dass viele Nutzer Informationen vor allem über Handys und Tablets beziehen und genau hier neue Fähigkeiten meistern.

Was sind die wichtigsten Merkmale des Mobile-First-Ansatzes?

Mobile-First-Inhalt sollte vor allem für kleine Bildschirme und Touch-Navigation angepasst sein. Werfen Sie einen Blick auf die häufigen Merkmale:

  • Responsive Lernerlebnisse schaffen. Mobile-First hilft Ihnen, ein responsives Lernerlebnis zu schaffen, da das Material an verschiedene Gerätegrößen angepasst werden kann. Das erhöht die Abschlussquoten, da die Lernenden von jedem Gerät aus auf das Material zugreifen können!
  • Mobile-First Learning und Microlearning. Mobile-First Learning und Microlearning sind wie Schwestern :wink: . Beide vermitteln den Lerninhalt in kleinen, gehirngerechten Häppchen. Mit diesen Lernformen halten Sie die Aufmerksamkeit Ihrer Lernenden. Das Format ist so konzipiert, dass es in kurzer Zeit konsumiert werden kann, anstatt in herkömmlichen ausgedehnten E-Learning-Sitzungen.

Welcher Inhalt eignet sich für den Mobile-First-Ansatz?

Beim Mobile-First Learning geht es darum, das Lernen leicht erreichbar und gut verdaulich zu machen. Auf einem Smartphone lässt sich beispielsweise nicht so bequem lernen, wenn das Material umfangreich und kompliziert ist. Ebenso müssen manche Themen oder Fächer intensiv oder interaktiv unterrichtet werden. Und das funktioniert nur auf einem Computer oder in einem Unterrichtsraum.

Aber wenn Sie faktenorientierten Inhalt in gehirngerechten Häppchen lernen möchten, dann ist der Mobile-First-Ansatz ideal, z. B. für das Lernen einer neuen Sprache.

Beim Mobile-First Learning geht es darum, das Lernen leicht erreichbar und gut verdaulich zu machen

Hybrides Lernen

Das hybride Lernen erfreut sich nun schon seit einigen Jahren an Beliebtheit, aber im Jahr 2023 wird ein Boom vorhergesagt. Das gilt vor allem für Arbeitsumgebungen, in denen kontinuierlich hybrid gearbeitet wird. Online- und Präsenzunterricht werden in den kommenden Jahren voraussichtlich weiter verschmelzen, denn immer mehr Unternehmen werden an der Post-Covid-Mentalität festhalten und ihre Belegschaft von zu Hause arbeiten lassen.

Was ist hybrides Lernen?

Hybrides Lernen kombiniert Online- mit Präsenzunterricht. Die Lernenden hören Online-Vorlesungen, lesen und führen Assessments durch. Dann nehmen sie an Präsenzschulungen teil, wo sie diskutieren und praktisch arbeiten.

Hier sind einige Beispiele für hybrides Lernen:

  1. Flipped Classroom. Hier dreht sich alles um die Vorbereitung. Vor dem Unterricht schauen sich Teilnehmer Schulungsvideos an oder lesen online. Im Unterricht folgen dann Gruppendiskussionen und Aktivitäten.
  2. Blended Learning. Das Beste aus beiden Welten :wink:. Kombinieren Sie Online- und Präsenzunterricht und lassen Sie Teilnehmern einen Teil des Stoffs online abarbeiten und einen anderen Teil im Unterrichtsraum. Dann entsteht eine Lernumgebung, in der ihre Schüler Unterstützung erhalten und interaktiv lernen.
  3. Online-Lernen mit Unterstützung. Nur weil Sie vollständig online lernen, müssen Sie es noch lange nicht allein tun. Mit diesem Lernstil absolvieren Lernende Onlineaufgaben mit zusätzlicher Hilfe von einem Onlinelehrer oder einem Mentor, der für Fragen und Unterstützung verfügbar ist.
  4. Online-Lernen mit Präsenzlabor. Hier etwas für alle Wissenschaftsfanatiker. Arbeiten Sie effizienter mit einer Kombination von Onlineaufgaben und praktischen Laborsitzungen.

Was sind die wichtigsten Merkmale von hybridem Lernen?

Hybrides Lernen ist flexibler als herkömmliche Präsenzschulungen oder reiner Onlineunterricht. Lassen Sie Ihre Lernenden selbst entscheiden, wann und wo sie lernen. Sie können interagieren und zusammenarbeiten und ihre Lernerfahrung  persönlich anpassen.

Welcher Inhalt eignet sich für hybrides Lernen?

Covid-19 hat zu einem globalen Boom im hybriden Lernen geführt. Fast alles wurde während der Pandemie ins Internet verschoben. Jetzt suchen Ausbilder die goldene Mitte. Mit einem hybriden Ansatz bewahren Sie die Wachsamkeit der Pandemiejahre, Ihre Lernenden profitieren aber von persönlichem Kontakt. Überlegen Sie sich, welche Teile Ihres Lernmaterials digitalisiert werden könnten. Einiges kann über Onlinewege geteilt werden, beispielsweise durch Quiz, anderes sollte eher persönlich unterrichtet werden, z. B. eine Sicherheitseinführung.

Nano Learning

Nano Learning wird 2023 wahrscheinlich noch populärer als es bisher schon war. Das liegt daran, dass unsere Aufmerksamkeitsspanne immer kürzer wird und auf schnelle, kurze Informationsschnipsel am besten reagiert. Der Hauptvorteil des Nano-Ansatzes liegt darin, dass es ein komplexes Informationsungetüm in ein leicht verdauliches Format aufbrechen kann und so der Generation Z entgegenkommt, die Universitätsabschlüssen immer weniger Bedeutung beimisst.

Was ist Nano Learning?

Nano Learning, das auch unter dem Begriff „Nanodegrees“ oder zu Deutsch „Nanoabschlüsse“ bekannt ist, ist eine Art des E-Learnings, das in kürzester Zeit sehr spezifische Fertigkeiten und konkretes Wissen vermittelt und dabei durch einen engen Fokus begrenzt wird. Somit ist es eine Unterart des Microlearnings und wird dem Lernenden in kleinen, leicht verdaulichen Brocken präsentiert. Das „nano“ im „Nano Learning“ impliziert, dass die Lernerfahrung noch gestraffter und noch fokussierter ist als beim Microlearning.

Nano Learning wird 2023 wahrscheinlich noch populärer als es bisher schon war

Was sind die Merkmale des Nano Learnings?

Nano-Lerneinheiten nehmen nur wenige Minuten oder gar Sekunden in Anspruch und nicht wie bei herkömmlichen Schulungen Tage oder Wochen. Dieser Umstand macht sie attraktiv für vielbeschäftigte Berufstätige oder einfach nur Leute, die sich in kürzester Zeit eine neue Fertigkeit aneignen möchten. Der Inhalt wird dabei meist in Form von Videos, Quiz oder praktischen Projekten vermittelt. Diese Art des Lernens sollte in den kommenden Jahren an Popularität gewinnen, während wir immer weiter zur Gig-Economy übergehen, einem Wirtschaftsmodell, bei dem befristete Verträge und freiberufliche Arbeit immer mehr unbefristete Stellen ersetzen. Beim Nano Learning werden Kenntnisse schnell vermittelt, etwas, das in einer wechselhaften Arbeitslandschaft unerlässlich ist.

Welche Art von Inhalt eignet sich für Nano Learning?

Nano Learning ist voll und ganz auf schnellen Konsum ausgerichtet. Für diesen Lernstil eignen sich kurze Videos oder Multimedia-Inhalte am besten, denn sie erlauben, das Wissen zu verdichten und bündig zu vermitteln. Bringen Sie also alle Angestellten in Ihrem Unternehmen auf den gleichen Stand und nutzen Sie Nano-Lektionen, beispielsweise indem Sie Ihrer Belegschaft in kurzen Clips zeigen, wie sie ihren Arbeitsplatz inklusiver gestalten.

Künstliche Intelligenz

Wir leben in einer aufregenden Zeit für künstliche Intelligenz (KI) im E-Learning [3]. Viele Lernmanagementsysteme (LMS) haben KI bereits in ihre Software integriert. Sie nutzen KI für die Automatisierung von unzähligen Aufgaben, übersetzen Inhalt und Prüfungen und generieren Quiz. Doch nachdem der Chatbot ChatGPT die Welt im Sturm erobert hat, passen sich viele Unternehmen an und holen im Jahr 2023 das volle Potential aus der KI heraus.

Was ist KI?

Bei künstlicher Intelligenz werden Maschinen für Arbeiten eingesetzt, die normalerweise Menschen erledigen. Sie spiegelt die menschliche Intelligenz durch die Verarbeitung natürlicher Sprache wider.

Was sind die wichtigsten Merkmale von KI?

Einer der Hauptmerkmale von KI ist, dass es für jeden Lernenden eine eigene Lernerfahrung erstellen kann. So können sich die Teilnehmer die Informationen besser merken. An und für sich ist sie ein gutes Online-Tool fürs Lernen, wie es bei der neuen KI-Software ChatGPT der Fall ist. Alternativ kann sie in ein LMS integriert werden.

Künstliche Intelligenz kann die E-Learning-Erfahrung auf verschiedene Arten verbessern. Beispiele dafür sind:

  1. Personalisierung. Passen Sie die Lernerfahrung für jeden Lernenden an, indem Sie seinen Lernstil analysieren sowie seinen Fortschritt und seine Präferenzen im Blick behalten. So kann das LMS den Inhalt anpassen, die Geschwindigkeit regulieren und das Schwierigkeitslevel für jeden Lernenden genau richtig auswählen.
  2. Adaptives Lernen. Verbessern Sie sich mit adaptivem Lernen in Lichtgeschwindigkeit. Ein KI-gestütztes LMS kann den Fortschritt eines Lernenden verfolgen und den Inhalt entsprechend anpassen. So können sich Lernende auf die Bereiche konzentrieren, in denen Verbesserungsbedarf herrscht, und Themen, die sie schon beherrschen, schnell durchfliegen.
  3. Automatische Benotung und Feedback. Geben Sie Feedback nun auf eine ganz neue Weise. Mit künstlicher Intelligenz können Sie Assessments auf eine ganz neue Art benoten und den Lernenden in Echtzeit Feedback geben. Wenn die Lernenden sofort eine Rückmeldung zu ihrer Leistung bekommen, werden sie sich schneller verbessern.
  4. Interaktive Simulationen und Spiele. KI hilft bei der Erstellung interaktiver Simulationen und Spielen, die das Lernen interessanter und unterhaltsamer machen. E-Learning-Kurse müssen also nie wieder langweilig sein.
  5. Chatbot und virtuelle Assistenten. Bots sind oft schlauer als Menschen. KI-gestützte Chatbots und virtuelle Assistenten beantworten die Fragen der Lernenden sofort. So können Sie die gesuchten Informationen einfacher finden.

Welcher Inhalt lässt sich besonders gut über KI lernen?

Mit künstlicher Intelligenz lassen sich ganze Online-Kurse erstellen oder lange Artikel schreiben. Die meisten Arten von Inhalt lassen sich KI-gestützt lernen. Doch diese Methode erst einmal einzurichten, kann teuer sein und viel Zeit kosten. Außerdem ist die anpassungsfähige Natur der künstlichen Intelligenz wunderbar geeignet, um einzigartigen Inhalt zu erstellen. Sie ist aber nicht notwendig, wenn man Pflichtkurse ausarbeitet, z. B. einen Kurs zu Compliance-Training.

Gamification

Wie andere Lerntechniken, die Inhalt in unterhaltsamen Häppchen vermitteln, wird auch Gamification 2023 noch mehr an Beliebtheit gewinnen. Spiele können uns zum Lernen motivieren. Sie bringen den sozialen Aspekt hinein und schaffen einen gesunden Wettbewerb im Lernprozess. Außerdem helfen sie, Stress zu reduzieren, während sie gleichzeitig Wissen vermitteln [4].

Was ist Gamification?

Wenn man beim E-Learning von Gamification spricht, dann meint man den Prozess, bei dem Elemente und Mechanismen aus Spielen in den Unterrichtsstoff eingebaut werden, um das Lernen spannender und interaktiver zu gestalten. Dieser Ansatz wird immer populärer und verbessert nachweislich die Motivation, das Engagement und die Speicherung von Informationen.

Was sind die Merkmale von Gamification?

Einer der Hauptmerkmale von Gamification im E-Learning ist einfach nur, dass es Spaß macht. Lernende sind motiviert, die Aufgaben zu beenden, weil sie für Punkte, Anzeichen und ihren Platz auf der Rangliste antreten. Besonders nützlich ist das bei Pflichtschulungen wie Compliance-Training oder bei Themen, die gewöhnlich als trocken oder langweilig gelten. Denn so wird das Material mitreißend und interaktiv.

Welche Arten von Inhalt sind für das Lernen durch Gamification geeignet?

Beim E-Learning, das Gamification nutzt, erhalten die Teilnehmer direktes Feedback und sehen ihren Fortschritt. Das ist besonders nützlich, wenn Sie selbstgesteuert lernen, denn vor allem durch Feedback erkennen sie ihre Wissenslücken.

Ein Beispiel für Gamification in der Praxis wäre ein Kurs für Angestellte auf einer Baustelle. Ein solcher Kurs könnte gamifizierte Szenarien enthalten wie „Richtig oder Falsch“, Wortsuchrätsel und Gedächtnisspiele. So lernen die Kollegen spielerisch und machen weniger gefährliche Fehler und die Kosten für den Arbeitgeber sinken. Außerdem lässt sich das direkt auf dem Handy auf der Baustelle erledigen und ist somit besonders effizient.

Mit Gamification-Elementen kann das Lernen sozialer werden. In Multiplayer-Spielen können Lernende miteinander interagieren und ein Gemeinschaftsgefühl aufbauen, das den Lernprozess kollaborativer macht.

Warum Sie sich für E-Learning-Trends interessieren sollten

Die Beachtung von E-Learning-Trends kann über Erfolg oder Misserfolg Ihres Online-Trainings entscheiden. Ihre Zeit und Ressourcen sind wertvoll und so sollte E-Learning auf jeden Fall effektiv sein. Vielleicht werden die folgenden Gründe Sie dazu motivieren, den Trends dieses Jahres zu folgen:

Die Beachtung von E-Learning-Trends kann über Erfolg oder Misserfolg Ihres Online-Trainings entscheiden

  1. Lernergebnisse verbessern. Wenn Sie über die neuesten E-Learning-Trends Bescheid wissen, können Sie Ihre Lernerfahrungen effektiver gestalten. Wenn Sie z. B. Virtual Reality oder Gamification in Ihr E-Learning einbeziehen, machen Sie es fesselnder und interaktiver. Dann ist es wahrscheinlicher, dass Ihre Mitarbeiter die Schulung beginnen und auch abschließen!
  2. Kosteneinsparungen. Über E-Learning lassen sich neue Fähigkeiten und Kenntnisse kostengünstiger aneignen als über herkömmliche Präsenzschulungen. Bleiben Sie auf dem Laufenden und gehören Sie zu den Ersten, die von den Vorteilen neuer Technologien und Methoden profitieren und so Kosten und Zeit sparen!
  3. Mehr Flexibilität. E-Learning bietet Flexibilität beim Lernen, was besonders für vielbeschäftigte Berufstätige oder Menschen mit Familie wichtig ist. Mit dem Wissen um die neuesten E-Learning-Trends machen Sie das Beste aus diesen flexiblen Lernoptionen.
  4. Die neuesten Entwicklungen im Auge behalten. E-Learning ist ein Bereich, der sich schnell weiterentwickelt, ständig passiert etwas Neues. Wenn Sie stets über die neuesten Trends informiert sind, können Sie sich auf neue Chancen und Herausforderungen vorbereiten.

Disclaimer

Dabei ist zu beachten, dass diese E-Learning-Trends keine Einheitslösung darstellen. Vielmehr sind sie Werkzeuge, die in Kombination mit anderen E-Learning-Methoden effektivere und ansprechendere Lernerfahrungen schaffen.

Überlassen Sie die Arbeit unserem LMS

Machen Sie mit Easy LMS das Online-Lernen ansprechender, mobiler und adaptiver. Das System bietet den Rahmen, um die Top-Trends umzusetzen. Außerdem lassen sich mit Easy LMS Lernmaterialien ganz einfach erstellen und verteilen. Das ist ideal, wenn Sie ganz von vorne anfangen, aber es spart auch Zeit, wenn Sie bereits über Material verfügen!

Nützliche Links

  1. LearnWorlds
  2. Moonpreneur
  3. Sensei
  4. Medium

FAQ: Häufig gestellte Fragen